Es drängen sich Fragen auf

Zur Debatte über ein Einwanderungsgesetz:

Deutschland kann seinen Fachkräftebedarf nicht mehr selbst decken und sucht deshalb Personal im Ausland. Das ist wohl die Triebfeder für das geplante Einwanderungsgesetz der Bundesregierung. Da drängen sich Fragen auf,

1. Innerhalb der EU herrscht Freizügigkeit. Warum kommen fehlende Fachkräfte nicht aus EU-Ländern nach Deutschland?

2. Gibt es in Deutschland zu wenige Menschen oder zu wenige Fachkräfte? Sind es zu wenig Fachkräfte, fragt man sich, ob die Bundesregierung ausreichend Anstrengungen unternimmt, gut ausgebildete und leistungsfähige Fachkräfte in Deutschland selbst zu generieren? Dazu gehört unser Bildungssystem, die Gestaltung der Arbeitsbedingungen, des Arbeitsumfelds (z.B. Kinderbetreuung) für Menschen in Deutschland, das Rentenalter.

3. Ausbildung ist Investition, die spätere Arbeit muß die Investition amortisieren. Mit dem Einwanderungsgesetz verlagert die reiche BRD die Ausbildungskosten ins Ausland und ist Nutznießer der Investition dieses Landes. Dort aber fehlen diese gut ausgebildete Menschen für die Fortentwicklung des Landes.

4. Was beim Einwanderungsgesetz fehlt, ist eine langfristig durchdachte und glaubwürdige Strategie. Wie bei vielen anderen Problemen in Deutschland dokumentiert das einmal mehr die Unfähigkeit unserer Politikerkaste. Entscheidend ist nicht die Qualifikation, sondern Ideologie, überzeugendes Auftreten vor Publikum (das Pfund erfolgreicher Betrüger), gefeierte Lösung von zuvor selbst geschaffenen Problemen, Narzissmus, Seilschaften.

Peter Bretscher, 97688 Bad Kissingen

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