Für eine Wirtschaftsregierung

Zum Artikel „Hollande und Merkel wollen Europa verändern“ (22.7.)

Bereits im Jahr 1992 hat der Politikwissenschaftler Professor Wolfgang Wessels in seiner Fusionsthese geschrieben, dass die europäischen Staaten zwar einerseits an ihrer Souveränität festhalten wollen, aber andererseits mit einem Mehr an Integration dann reagieren, wenn die gegenseitige Interdependenz sie dazu zwingt. Sprich, wenn es ein Problem gibt, dass die einzelnen Staaten alleine nicht lösen können, sehen sie sich dazu genötigt, eigene Kompetenzen an die europäische Ebene abzugeben. Dass nun Kanzlerin Merkel und der französische Präsident Hollande eine Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion planen, um vor dem Hintergrund der Griechenlandkrise bestehende Mängel der Wirtschafts- und Währungsunion zu beseitigen und die Probleme gemeinsam zu lösen, scheint Wessels These zu bestätigen. Hoffen wir, dass sie zutrifft, denn eines ist klar: Mit einer europäischen Wirtschaftsregierung wäre die Krise erst gar nicht so eskaliert.

Luzia Giesder, 97247 Eisenheim

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