Gegenargumente werden meist vorenthalten

Zum Artikel „Organspende: Ringen um Neuregelung“ (1.4.):

Die Diskussion über das Für und Wider einer Organspende krankt daran, dass einseitig das Für in den Vordergrund gestellt wird. Die für ein Wider sprechenden Aspekte werden uns meist vorenthalten. Der Hirntod entspricht nicht dem endgültigen Tod. Er wurde nach der Herztransplantation durch Christiaan Barnard erfunden, um strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Schon die Diagnostik kann wegen des Apnoeverfahrens (Atemstillstandstest) tödlich sein. Die zu entnehmenden Organe müssen lebendfrisch sein. Mit der Entnahme singulärer Organe stirbt der Mensch erst endgültig. Die Entnahme ist laut Berichten für den Spender grauenvoll. Für hirntot erklärte Menschen sind manchmal wieder aufgewacht. Organempfänger sind überwiegend lebenslang auf teure Immunsuppressiva angewiesen und infektionsanfälliger. Macht die Verlängerung unseres gegenwärtigen Erdenlebens noch Sinn, wenn unsere Seelen im Jenseits weiterlebten und erneut in ein Erdenleben eintreten könnten?

Franz Rothenfußer, 97828 Marktheidenfeld.

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