Sieht so die Unterstützung der betrieblichen Altersvorsorge aus?

Zum Artikel „Schröder steigt bei BVUK ein – Würzburger Versicherungsmakler angelt sich Ex-Kanzler“ (9.1.):

Der Chef des Versicherungsmaklers BVUK bezeichnet Gerhard Schröder als authentischen Unterstützer der betrieblichen Altersvorsorge. Dass ich nicht lache! Ist es Herrn Reizel nicht bekannt, dass die Regierung Schröder (übrigens gemeinsam mit CDU/CSU), im November 2003 das sogenannte GKV-Modernisierungsgesetz verabschiedete? Seit 1.1.2004 müssen für die Auszahlungsbeträge von Direktversicherungen und Betriebsrenten, Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung gezahlt werden. Der besondere Charme dieses Gesetzes: 1. Es gilt rückwirkend auch für alle Altverträge, die vor dem Erlass des Gesetzes abgeschlossen wurden. Bis zu diesem Zeitpunkt waren z.B. die Auszahlungen aus Direktversicherungen sozialversicherungsfrei. 2. Für die Kranken- und Pflegeversicherung sind die vollen Beiträge (das heißt einschließlich dem Arbeitgeberanteil) zu zahlen, in Summe ca. 19 Prozent.

Ergebnis: Den Rentnern fehlt plötzlich fast ein Fünftel ihrer Auszahlungssumme. Sieht so die Unterstützung der betrieblichen Altersvorsorge aus? Was hätte wohl Gerhard Schröder in seiner Zeit als Amateur-Fußballer gesagt, wenn mitten im Spiel die Regeln geändert worden wären. Genau das ist für Millionen von Rentnern, durch die neue Gesetzeslage, eingetreten. Aber Herr Reizel hat seine Aussage sicher aus Unternehmersicht gemacht. Für die Versicherungsgesellschaften waren derartige Verträge immer ein gutes Geschäft, auch nach dem 1.1.2004.

Günther Fuchs, 97534 Waigolshausen

Schlagworte

  • Altersversorgung und Altersvorsorge
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Gerhard Schröder
  • Günther Fuchs
  • Pflegeversicherung
  • Pflegeversicherungen und Pflegekassen
  • Versicherungsmakler
  • Versicherungsunternehmen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!