Von globalen Lieferketten bis zum fehlenden Tempolimit auf Autobahnen

Zu Artikeln über die Vorschläge des Klimakabinetts und den Klimastreik:

Die Kabel aus China, die Schrauben aus Mexiko, die Bleche aus Weißrussland, die Elektronik aus Japan, die Reifen aus Spanien, einige Motorteile aus Frankreich, Draht aus Sizilien, Polsterstoffe aus Rumänien, Lackfarben aus Ungarn, Kunststoffe aus Polen – aus allen Herrgottsländern werden die Zulieferteile nach Deutschland transportiert und dann zu einem Produkt zusammengebaut. Der Stempel „Made in Germany“ schmückt das Klimakatastrophenprodukt. Die Politik spricht von Globalisierung und den damit verbundenen Herausforderungen. Die globalen Lieferketten verursachen in erster Linie die Klimakrise. An den Autobahnrasthöfen zeigt sich der Lkw-Wahnsinn in der ganzen Bandbreite. Statt noch mehr zusätzliche Lkw-Parkplätze zu schaffen, sollte man schwerpunktmäßig den Güterverkehr auf die Schiene lenken. Der Hebel muss dort angesetzt werden, wo die Hebelwirkung am größten ist. Die Politik muss dafür sorgen, dass die Industriekonzerne an die „nationale Lieferkette“ gelegt werden.

Siegmar Unger, 97618 Hollstadt

Es ist ja noch nachvollziehbar, dass Massen von 16-Jährigen zu diesen Klimademos gehen, ohne an die wirtschaftlichen und sozialen Kosten zu denken, dass aber die Politiker aller Couleur jetzt panikartig aus purer Angst vor Stimmenverlusten die Klimakarte zücken und mit höheren Steuern auf den CO2-Konsum reagieren, ist nicht mehr so verständlich: So muss bereits jetzt ein großer Teil so manchen Einkommens für steigende Mieten ausgegeben werden, wozu nun auch noch höhere Heizkosten kommen sollen, der Weg zur Arbeit dürfte teurer werden, da manche vielleicht 20 Kilometer entfernt wohnen und die im Herbst und Winter nicht gerade per Fahrrad zurücklegen wollen, selbst Lebensmittel müssen transportiert werden und werden auch im Preis steigen. Da nun mehr Geld für Heizen, Mobilität und Lebensmittel aufgewendet werden muss, bleibt weniger für den Konsum, was zu Stellenabbau und höherer Arbeitslosigkeit führen dürfte. Denselben Effekt sollte die international gesunkene Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen aufgrund erhöhter Strompreise haben. Die Schüler denken wohl nicht so weit, den durchschnittlich besser situierten Grünen mag es egal sein, da es sie nicht so hart trifft. Doch die Politiker sollten bedenken, dass sie zwar so kurzfristig Stimmenverluste vermeiden, aber der Wähler doch merkt, dass sich sein Leben verschlechtert.

Luzia Giesder, 97247 Eisenheim

„Der Berg kreiste und gebar eine Maus“, könnte man über die Ergebnisse des monatelangen Ringens schreiben. Nicht einmal zu einem Tempolimit von 130 auf Autobahnen rangen sich die Koalitionäre durch! Zu groß ist offenbar die Angst vor dem Aufschrei der Wähler und ihrer Autolobby. Dabei wäre diese unbestritten klimaeffektive Einschränkung schnell und kostengünstig umsetzbar, würde die Unfallgefahr mindern und wohl den Wahnsinn beenden, dass zahlungskräftige Touristen extra nach Deutschland fliegen, um mit den gebuchten schnellen Autos ungehemmt über Deutschlands Autobahnen zu brettern. Aber ach, in unserem Land gibt es ja auch genug hochmotorisierte SUVs und Schnellfahrer, deren freie Fahrt man nicht zu beschneiden wagt.

Rosemarie u. Gerhard Fragner, 97450 Arnstein

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