Was für eine verlogene und abscheuliche Politik

Zur Berichterstattung über das Vorgehen der Türkei gegen Kurden in Nordsyrien:

Eine Lösung der innenpolitischen Probleme in Syrien ohne Präsident Assad war von Anfang an nicht möglich. Aber anstatt dabei zu helfen, eine Kompromisslösung im Lande herbeizuführen, schwadronierten Ignoranten im Westen von einem arabischen Frühling, der sich tatsächlich nur in ihren Köpfen vollzog, und unterstützten eine Opposition, die sie gar nicht definieren konnten, da sie in Hunderte von Gruppen zersplittert war. Jetzt, da die USA die Kurden schnöde im Stich gelassen haben, überfällt Erdogan einen souveränen Nachbarstaat und stürzt das bedauernswerte Land in eine weitere Krise. Und was tun wir nun?

Peter Hoffmann, 97490 Poppenhausen

Erdogan setzt sie fort – seine unheilvolle Rolle im Bürgerkrieg Syriens. Hat er sich zunächst noch damit begnügt, die IS-Terrormiliz mit Waffen zu versorgen. Hat er zunächst noch islamistischen Terroristen aller Couleur die Grenzen offen gehalten zwischen der Türkei und Syrien. Jetzt lässt er Panzer rollen, um die YPG zu bekämpfen. Eine Miliz, die in seinen Augen einen entscheidenden Fehler hat – sie ist eine Kurden-Miliz. Machen wir uns nichts vor – was Erdogan hier betreibt ist eine glasklare ethnische Säuberung. Wie jeder Potentat dieses Kalibers gehört auch Erdogan international geächtet, mit Einfrierung seiner Konten und abschließender Verurteilung vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Appelle, Mahnungen, Drohungen und dergleichen prallen an diesem Mann seit Jahren ab. Hier müssen Taten folgen – und zwar schnell.

Dietmar Christ, 97080 Würzburg

„Die Kurden haben ihre Schuldigkeit getan. Die lassen wir gehen.“ Amerika zieht seine Truppen ab und überlässt die Kurden dem türkischen Kurdenhasser. So werden kleine Völker benutzt und hin und her geschubst. Der Vernichtung des kurdischen Volkes steht nichts mehr im Weg. So kann man die Situation beschreiben wie sie zurzeit in Nordsyrien ist. Die Großmachtpolitik des türkischen Präsidenten hat und bringt Unfrieden nicht nur nach Syrien. Folgen dieser Politik können wieder Vertreibung sein. Die Schaffung von Sicherheitszonen, in denen die in der Türkei lebenden Flüchtlingen unterkommen sollen, ist von der Idee her nicht unbedingt schlecht. Allerdings sollte man die Flüchtlinge ansiedeln, richtige Dörfer und Städte entstehen lassen und Voraussetzungen für ein Leben ohne Not schaffen. Deutschland liefert Waffen an die Türkei und hat wegen dem IS auch an die Kurden geliefert. Nun werden in Deutschland hergestellte Waffen gegen die Kurden eingesetzt. Was für eine verlogene und abscheuliche Politik. Man sollte ernsthaft die Türkei bewegen, die Mitgliedschaft in der Nato zu beenden. Dieses Vorgehen des amerikanischen Präsidenten zeigt zum wiederholten Mal, dass man sich auf die sogenannten Großmächte nicht verlassen kann. Deren Präsidenten entscheiden im Zweifelsfall immer nach ihren oder ihres Landes Vorteil. Das sieht man auch in der Wirtschafts- und Zollpolitik. Es gibt nur einen Lichtblick und der leuchtet auf europäischer Ebene. Die derzeitige Kommission und Herr Juncker sind der einzige Gegenpart zur Politik von Herrn Trump. Die einzelnen europäischen Staaten wurschteln vor sich hin.

Ernst Hart, 97320 Großlangheim

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