Das ist wirklich kein Hexenwerk

Zum Artikel "Corona-Datenpanne wäre vermeidbar gewesen" (21.8.):

 
Für mich ist das Erschreckende an dieser „Corona-Datenpanne“ die Unkenntnis der Verantwortlichen zu den Möglichkeiten um so etwas zu vermeiden.
 
Da wird wiederholt, und auch heute wieder in din Ihrer Zeitung, von „komplexen Aufgaben, wie der "Aufnahme der Adressen und Daten“ geredet. Dafür „bräuchte man ein modernes Software-Programm“, usw. Natürlich wäre es nicht ganz so einfach ein quasi automatisches Programm zur Datenerfassung und Übermittlung und Datenbankerstellung zu erstellen. Aber das ist ja überhaupt nicht nötig, wenn man in der Situation ist, so einen Massentest kurzfristig zu organisieren.
 
Jeder der halbwegs mit dem PC umgehen kann, sollte in der Lage sein eine Tabelle mit ein oder zwei Dutzend Eingabe-Feldern innerhalb einer Stunde zu erstellen. 
Geschickte PC-Nutzer (dazu sind keine Programmierer nötig !) können da sogar noch Plausibilitätschecks mit einbauen, damit nur sinnvolle Dateneingaben möglich sind, also z.B. nur Zahlen mit 5 Stellen in ein Tabellen-Feld für Postleitzahlen.
 
Zuverlässige Programme dazu sind auch kostenlos verfügbar. Aber normalerweise wird auf jedem PC schon ein für eine Tabelle nutzbares Programm installiert sein. Falls kein PC zur Verfügung steht, geht das genauso mit einem Smartphone – dafür gibt es im Normalfall sogar die Tabellenkalkulation Microsoft Excel kostenlos zur Installation.
 
Also wenn dann Not am Mann ist, sollte heutzutage sogar der Minister oder die Ministerin, oder ein Schüler aus höheren Schulklassen, eine solche Tabelle erstellen können, und die dann per e-mail an alle Teststationen zur Nutzung weiterschicken können.
 
Und in eine solche Tabelle kann man problemlos die Daten von Tausenden Tests eintragen lassen, und die Tabelle dann elektronisch (wenn gewünscht, auch mit einem Passwort verschlüsselt), per e-mail, oder direkten Daten-Upload auf eine gesicherte Internetseite, an das Labor sowie die zuständige Behörde verschicken. 
 
In den Testlaboren könnten dann in die von der Teststation erhaltene Tabelle die Testergebnisse eingetragen werden, und das Ganze dann wieder, elektronisch und verschlüsselt, an die zuständige Behörde weitergeleitet werden.
Und dort könnte dann jemand die zugesandten Daten-Tabellen in einer großen Datenbank integrieren, sowie die Daten (elektronisch) nach zuständigen Gesundheitsämtern sortieren und weiterleiten, usw.
 
Das ist also wirklich kein Hexenwerk, keine Doktorarbeit – warum können die Politiker und Behörden nicht so einen geraden und einfachen Weg sehen und entsprechend vorgehen ?

Karl-Heinz Pohl, 97199 Ochsenfurt 

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