Der Filz zwischen Wirtschaft, Lobbyisten, Beratern und der CSU ist uralt

Zu Artikeln über die Masken-Affäre:

Wozu die ganze Aufregung? Es ist doch nur wieder einmal ans Tageslicht gelangt, was in Bayern seit Jahrzehnten gepflegt wird und was jeder weiß, der es wissen will: Der Filz zwischen Wirtschaft, Lobbyisten, Beratern und der CSU ist uralt und klebrig, der Sumpf ist tief und stinkt. Wozu also die Aufregung, wenn heute noch die Nachwuchsgrößen dieser Partei den Großmeister des Handaufhaltens, der Provisionen und der schmierigen Geschäfte, Franz Josef Strauß, als Idol über der weißblauen Bettdecke hängen haben? Die Liste der Affären (Lockheed, Fibag, Zwick, Kirch etc. etc.), durch die er ein reicher Mann wurde, ist beeindruckend lang. Ein echtes Vorbild halt, oder?

Jürgen Schuhmann, 97199 Ochsenfurt

Sie berichten, der frühere bayerische Justizminister Sauter (MdL) habe einen „Maskenvertrag“ zwischen dem Gesundheitsministerium und einem Unternehmen „entworfen“ / „ausgehandelt“. Er habe jedoch betont, er habe nur als Anwalt und nicht als Abgeordneter gehandelt. Die Presse spekuliert über ein Honorar von 1 000 000 Euro. Betrachtet man nur diesen Vorgang, stellen sich mehrere Fragen: Warum wird ein Vertrag zwischen dem Gesundheitsministerium und einem Textilunternehmen von einem Rechtsanwalt (gebührenpflichtig) entworfen / ausgehandelt? Wer hat das Mandat erteilt? Sollte es (hoffentlich nicht) das Ministerium gewesen sein: Verfügt dieses nicht über genügend juristischen Sachverstand? Warum und auf wessen Initiative ist der Auftrag einem als Anwalt tätigen MdL erteilt worden? Sollte das Unternehmen den Auftrag erteilt haben: Ist es nicht üblich, dass Aufträge durch das Ministerium selbst entworfen werden? War dem Ministerium ein evtl. Mandatsverhältnis zwischen dem Unternehmen und MdL Sauter bekannt oder war dieser lediglich Berater des Textilunternehmens? Wer hat im Ministerium die Tür geöffnet? Auch das Ministerium sollte dies zwecks Transparenz beantworten. Man darf gespannt sein!

Wolfgang Münchmeier, 97437 Haßfurt

Die Maskenaffäre um dubiose Geschäfte von Politikern mit Corona-Schutzausrüstung hört nicht auf und frisst sich immer tiefer in die schwäbische CSU ein. Dabei werden bis zu eine Million Euro für die Vermittlung von Masken an den Politikern bezahlt. Hier erkennt man mal wieder, warum laut Umfrage die Politiker mit am untersten Ende der Beliebtheits- und Glaubwürdigkeitsskala zu finden sind. Ein ehemals bayrischer Justizminister ist sich nicht zu schade, das Vertrauen in der Politik auszunutzen. Dieses verspielte Vertrauen mancher Politiker, die in der Regel für ihre überbezahlte Arbeit Berater haben und für diese nochmals Berater, nutzen schamlos ihre Position aus und betrügen ihre Wähler, die dies jedoch mit Sicherheit bei den kommenden Wahlen nicht vergessen werden.

Hans Fischer, 97078 Würzburg

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