Die Kosten des neuen Prachtbaus werden uns überholen

Zum Artikel „Ein teures Fragezeichen“ (13.10.):

Wir sind wieder einmal Weltmeister. Nach dem Grundgesetz sollten 598 Bundestagsabgeordnete ausreichend sein. Wir haben derzeit 709, Tendenz steigend. Kein Land dieser Erde hat mehr Parlamentarier als Deutschland, von China abgesehen. Nun holen wir uns einen weiteren Titel. Das Bundeskanzleramt, so haben Merkel und ihr Kabinett beschlossen, soll bis zum Jahr 2028 durch einen Neubau auf der gegenüberliegenden Spreeseite auf 50 000 Quadratmeter verdoppelt werden. In diesem angeblichen Zweckbau mit einem Kindergarten, neun Wintergärten und einer zweiten Kanzlerwohnung mit 250 Quadratmeter zusätzlich zu der bereits bestehenden mit 200 Quadratmeter sollen weitere 395 Mitarbeiter zu heute rund 400 Platz finden. Nicht zu reden von einer Brücke über die Spree und einem 23 Meter hohen Hubschrauberlandeplatz. Bereits heute haben wir mit dem derzeitigen Bundeskanzleramt mit 25 347 Quadratmeter Nutzfläche die größte Regierungszentrale der westlichen Welt, rund achtmal größer als das Weiße Haus, zehnmal größer als Downing Street No. 10 und dreimal größer als der Élysée-Palast in Paris. Da holt uns keiner mehr ein. Überholen allerdings werden uns die Kosten dieses neuen Prachtbaus. Die Kosten werden weiter explodieren, wie bei allem, was in Berlin gebaut wird. Mit einem derartigen Luxusprojekt scheint man in Zeiten von Corona, in Zeiten knapper Kassen überall den Verstand verloren zu haben, von Anstand und Moral gar nicht erst zu reden.

Hans Schwinger, 97525 Schwebheim

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