Ein anderer Filmtitel für Heike Makatsch

Zum Artikel „Jeder hat seine eigene Kraft“ (01.10.):

So weit sind wir also schon gekommen! Da wird ein Film gedreht mit einem Titel, der Gott gleichsam als „Arsch“ bezeichnet. Wenn auch nicht als Behauptung, sondern „vorsorglich“ als Möglichkeit „du kannst“ verklausuliert. Ich vermag es nicht, mir auszumalen, was bis in den höchsten Spitzen unserer Politik und Gesellschaft für eine Aufregung wäre, wenn im Titel nicht „Gott“, sondern „Jahwe“ oder „Allah“ gestanden hätte! Nicht einmal der Redakteur, der das Interview mit Heike Makatsch mit tiefgründenden philosophischen Fragen garnierte, wagte es, den Filmtitel infrage zu stellen. Seine letzte Frage an Makatsch lautete: „Aber im Ernst – gibt es Gott und ist er gelegentlich ein Arsch?“ Immerhin haben wir in unserem christlich geprägten Deutschland ein Strafgesetzbuch, das in seinem § 166 die Beschimpfung von Bekenntnissen bzw. deren Inhalt mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren bedroht, sowie den § 185 mit dem Tatbestand der Beleidigung (Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr oder Geldstrafe). „Arsch“ oder „Arschloch“ zählt zu den sog. derben Schimpfwörtern. Der Duden schreibt dieses Wort überhaupt erst seit 1973. Damals noch las man in den Medien nur „A….“, wenn dieses Schimpfwort gemeint war. Auch in der Main-Post war es damals so zu lesen. Heike Makatsch hätte wahrhaftig einen anderen Filmtitel verdient!

József Bogár, 97074 Würzburg

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