Einem Verlierer steht immer ein Gewinner gegenüber

Zum Artikel "Georg Nüßlein tritt aus der CSU aus" (9.3.):

Es dürfte jedem bekannt sein, dass einem Verlierer immer ein Gewinner gegenübersteht. Während der Corona-Pandemie sind die Verlierer die Menschen, die sich infizieren, erkranken oder sterben. Und Verlierer sind alle, die ihren Beruf, ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben können. Der Staat kann hier nur teilweise aushelfen und tut es in Deutschland erfreulicherweise auch. Gewinner sind die anderen, die Schutz-, Test- und Impf-Material herstellen und verkaufen. Und dann gibt es noch die „Gewinnler“, zu denen nun auch Abgeordnete als sogenannte „Volksvertreter“ zu gehören scheinen, wobei natürlich auch bei den jetzt genannten Namen die „Unschuldsvermutung“ nicht vergessen werden darf. Der Redakteur hier schreibt: „Dass Nüßlein und der Mannheimer Nikolas Löbel mit der Krise Geld verdient haben, ist für die Union so kurz vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz am kommenden Sonntag pures Gift.“ Da könnte bei beiden Wahlen jedoch die CDU noch mit einem blauen Auge davonkommen. Denn schließlich begann die Briefwahl bereits vor 3 Wochen, also weit vor dem Bekanntwerden dieser „Krisengewinne“. Wie die Medien berichten, verdoppelte sich die Teilnahme an der Briefwahl fast gegenüber der letzten Landtagswahl. Eine große Rolle dürfte dabei auch die Angst vor einer Corona-Infektion gespielt haben. Keine in der Briefwahl abgegebene Stimme kann aber bis zum eigentlichen Wahltag am 14.03.21 noch geändert werden. Anders natürlich bei denen, die erst am Wahltag in der Wahlkabine ihre Stimme abgeben werden. Wer heute ohne einen dringenden Grund (z. B. Abwesenheit) den Antrag auf Briefwahl (den jetzt wegen Corona alle Wähler vom Wahlamt -auch ohne einen Antrag- erhalten haben) stellt und seine Stimme abgibt, vergibt naturgemäß jede Möglichkeit zu einer Änderung seiner Wahlentscheidung in der Stimmabgabe. Und wir dürfen nicht vergessen: Gerade jetzt zeigt auch die CDU, dass Fehler ihrer Abgeordneten ganz im christlichen Sinn sehr schnell verziehen werden. So hat der MdB Philipp Amthor, der noch im letzten Jahr durch seine zunächst nicht angegebene Lobbyarbeit für Augustus Intelligence 250 000 Dollar Aktienoptionen erworben hatte. Dafür wurde er vor wenigen Tagen fast einstimmig zum Spitzenkandidaten der CDU in Mecklenburg-Vorpommern zur Bundestagswahl am 26.09.2021 gewählt.

József Bogár, 97074 Würzburg

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