Es geht um die Wiederherstellung des Normalzustands

Zum Leitartikel „Wenn es Freiheiten gibt, dann für alle!“ (27.4.):

Ihr Kommentator befürchtet in der Debatte über Lockerungen für bereits zweimal Geimpfte eine drohende Spaltung des Landes. Nur weil sie früher geimpft wurden, dürften sie nicht „bessergestellt werden“, weil das keine eigene „Leistung“ sei und „schon von daher nicht extra belohnt werden“ sollte. Dieser Gedankengang fördert eine Neiddebatte, die man sich bei genauerer Betrachtung durchaus ersparen könnte, vor allem weil sie wenig durchdacht erscheint. Eine frühere Impfung ist natürlich keine „Leistung“, aber um in den Genuss von Freiheitsrechten zu kommen, ist eine solche auch nicht erforderlich, sie stehen jedem unmittelbar und uneingeschränkt zu, wenn die Kriterien für eine vorübergehende Einschränkung wegfallen. Es handelt sich von daher auch nicht um eine Belohnung, sondern um die Wiederherstellung des Normalzustands, die Freiheitsrechte unbeschränkt wahrnehmen zu dürfen. Der Versuch mit dem Hinweis auf den ebenfalls im Grundgesetz verankerten Gleichheitsgrundsatz die Freiheitsrechte der Geimpften durch fortgesetzte Beschränkung auszuhebeln, läuft ins Leere, weil er Äpfel mit Birnen vergleicht, und provoziert nur unangebrachte Neidgefühle. Man mag es zwar bedauern, dass man noch nicht in den Genuss der Freiheiten kommt, weil man noch nicht geimpft ist, aber gerade wenn man die Solidarität im Blick hat, ist es für die Gesellschaft und Wirtschaft sogar gut, wenn die Geimpften durch Nutzung ihrer Freiheitsrechte langsam bei den Geschäftsleuten und Gastwirten wieder für Umsatz sorgen und das gesellschaftliche Leben auch in Vereinen wieder ankurbeln.

Karl-Heinz Stumpf, 97753 Laudenbach

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