Gemeinschaft finden

Zum Artikel „Wie Corona Würzburgs Uni verändert“ (12.10):

Ihr Artikel greift ein wichtiges Thema auf, beschränkt sich aber auf die weichgespülten offiziellen Verlautbarungen. So gehe die Uni „gelassen" ins Wintersemester, weil die Dozenten und Studenten sich von daheim aus einloggen könnten, während zum Beispiel der Zugang zu den Bibliotheken „wegen der Abstandsregeln“ an Grenzen stoße. Diese Selbstdarstellung ist zu hinterfragen. Von den Schulen wird erwartet, dass sie vom Vorschulalter bis zum Abitur einen Präsenzunterricht bewerkstelligen und ihre Schüler persönlich betreuen, aber die Universitäten mit erwachsenen Studierenden wollen dazu nicht in der Lage sein? Es geht hier nicht um das Killer-Argument, dass man zurzeit keine 800 Studenten in einen Hörsaal stopfen kann. Es geht darum, dass die jungen Menschen, die vielleicht gerade aus dem Elternhaus ausgezogen und in eine neue Stadt gekommen sind, dort auch eine neue Gemeinschaft und einen Halt finden und sich nicht nur als E-Mail-Adresse, Videobild oder Klausurenschreiber fühlen. Dabei habe ich keinen Zweifel, dass viele Mitarbeiter an den Universitäten ihr Bestes geben und um ihre Studenten bemüht sind. Aber leider gibt es auch solche, für die das Home Office gerade recht gekommen zu sein scheint – womöglich noch an einem schönen Ort im Süden –, ob nun ihre Studenten darunter leiden oder nicht. Solange man mit seinen Bekannten abends ins Restaurant gehen kann, kann man auch tagsüber einen geeigneten Rahmen finden, um sich mit seinen Studenten persönlich zu treffen. Es wäre schön, wenn Ihre Zeitung schon in Kürze mit eigenen Recherchen berichten könnte, dass die Uni für einen zufriedenstellenden Bibliotheksbetrieb und ein Maximum an Praktikums- und Laborplätzen gesorgt hat.

Reinhard Seibold, 97074 Würzburg

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