Grundprinzipien der Wertegemeinschaft mit Füßen getreten

zum Artikel "Lage auf Lesbos bleibt angespannt" (14.9.):

Schon bevor das Lager Moria in Flammen aufging, musste man sich als Europäer für die Zustände auf Lesbos schämen. Es ist schlichtweg inakzeptabel, wie die EU die Geflüchteten auf der griechischen Insel behandelt. Jeder, der einen Asylantrag stellt, egal ob am Ende berechtigt oder nicht, hat das Recht menschlich korrekt und mit einem Mindeststandard von Annehmlichkeiten untergebracht zu werden. Dazu gehören besonders in Corona-Zeiten ein sauberer Schlafplatz, Zugang zu Hygiene-Artikel, Duschen, Toiletten, Essen und Trinken. Stattdessen wurde mit der Absicht andere potenzielle Flüchtende abzuschrecken, ein Ort geschaffen, der die Grundprinzipien der Wertegemeinschaft mit Füßen tritt. Seit Jahren verweist Innenminister Seehofer auf eine gesamteuropäische Lösung, die es durch die Blockadehaltung von Ländern wie Ungarn oder Österreich niemals geben wird. Es stimmt zwar, dass Deutschland nicht noch einmal so viele Flüchtlinge wie 2015 ins Land lassen kann, aber wir haben die humanitäre Pflicht, möglichst zusammen mit einigen anderen willigen EU-Staaten, die gequälten Menschen von Lesbos zu evakuieren.
 
Thomas Lauer, 97199 Ochsenfurt

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