Schlichtweg beschämend

Zum Artikel „Fit, gesund, verrentet: Warum in Unterfranken die Rente ab 63 boomt“ (23.2.):

Die Rente mit 63 Jahren erlebt eine Rekordnachfrage. Die bahnbrechende Erkenntnis ist die, dass dies keinesfalls Menschen sind die in psychisch und körperlich anstrengenden Berufen gearbeitet haben, aber erstaunlich hohe Rentenansprüche haben, so Herr Professor Thomas Zwick. Klar, die haben einfach besser verdient! Diejenigen, für die es eigentlich gedacht war, kommen erst mal gar nicht in den Genuss, obwohl sie weit anstrengendere Berufe hatten, so Herr Professor Zwick. Ich unterstelle mal, er meinte hier wohl Berufe wie Krankenschwestern/Altenpfleger/Baubereich und andere körperlich anstrengenden Berufe. In vielen Berufszweigen handelt es sich sicherlich um Frauen mit unterbrochenen Arbeitsleben (Kinder usw.). Hiervon schaffen viele nicht mal die erforderlichen 63, geschweige denn 65 Jahre zur Altersrente, also abschlagsfrei. Weiterhin stellt Herr Professor Zwick fest, dass dieser Personenkreis in die weniger attraktive Erwerbsminderungsrente (teil/volle) wechseln oder auf die Zähne beißen müssen, um die 63/65 Jahre (und je nach Geburtsjahr länger) zu arbeiten. Viele, die dies bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten nicht erreichen, werden so in die Erwerbsminderungsrente gedrängt! Als Krönung werden die dann mit Abschlägen auf Dauer (mindestens 0,3 Prozent/Monat und als Höchststrafe, dass sie nicht durchhalten, mit 10,8 Prozent) „belohnt“. 1,8 Millionen Menschen betrifft das bisher. Dies ist schlichtweg beschämend.

Richard Welzenbach,

97228 Rottendorf

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