Strafen bei Kindesmissbrauch deutlich verschärfen

Zum Artikel „Neue Details im Würzburger Missbrauchsfall“ (19.6.):

Es ist zwischenzeitlich unerträglich, wie die katholische Kirche in den letzten Jahrzehnten systematisch die Fälle von Kindesmissbrauch vertuschte und es dadurch weiterhin zugelassen wurde, dass diese straffällig gewordenen Geistlichen auch in den neuen Positionen häufig weiterhin Kontakt mit Kindern und Jugendlichen hatten. Dass, wie in diesem Fall, ein Strafverfahren gegen die Zahlung von nur 8000 Euro eingestellt wurde, ist im Vergleich zu dem Leid, das den Kindern zugeführt wurde, einfach unglaublich. Es ist schon längst an der Zeit, dass die Strafen bei Kindesmissbrauch deutlich verschärft werden und grundsätzlich immer als „Verbrechen“ zu betrachten sind. Grundsätzlich müsste auch bei Kindesmissbrauch die Verjährung gestrichen werden, nachdem sich viele Kinder, wenn überhaupt, erst nach einer sehr langen Zeit zu diesen Vorwürfen äußern und die Straftäter dann ungeschoren davonkommen. Ein deutlich höheres Strafmaß und auch der Wegfall der Verjährung würde sicherlich etliche Straftäter abschrecken. Zudem müssten auch die Personen, die (unabhängig des kirchlichen Ranges) von den Vertuschungen wussten und bewusst dazu beigetragen haben, ebenfalls strafrechtlich verfolgt werden, alleine dies würde schon die Anzahl der Missbrauchsfälle reduzieren.

Reiner Dreßler, 97241 Oberpleichfeld

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