Was stimmt nun im Zusammenhang mit der Sammlung Gerlinger?

Zum Artikel „Gerlinger trennt sich von seiner Kunst“ (7.1.):

Dass die Sammlung Gerlinger jetzt versteigert und damit auseinandergerissen und in alle Winde zerstreut werden soll, ist eine nationale Tragödie. Spätere Generationen, die nur noch auf die gedruckten Kataloge von zum Beispiel Gottorf oder Bernried zurückgreifen können, werden kaum in der Lage sein, nachzuvollziehen, dass hier keine Lösung gefunden wurde, dieses bedeutende Kulturgut der Kunst der Brücke zu konservieren und der Öffentlichkeit sowie der Forschung geschlossen zu erhalten. Der Sammler Professor Gerlinger hat noch mal die Intention bekundet, dass er gerne seine Sammlung in seiner Heimatstadt Würzburg unterbringen würde, was eine deutliche Aufwertung der Stadt bedeutet hätte. Das scheiterte in den 90er Jahren an den Bedenken der damals Verantwortlichen, die Sammlung für zu groß hielten für Würzburger Finanzverhältnisse. Heute hat sich die Argumentation offenbar gewendet, wenn der OB ausführt, die Sammlung sie „nicht füllend für ein eigenes Museum, sondern brauche eine Verschränkung mit anderen Sammlungen, die thematisch passen.“ Was stimmt nun? In Schloss Gottorf war über Jahre die gesamte Sammlung zu bewundern. Sie füllte einen Raum von schätzungsweise der Größe der Kelterhalle im Mainfränkischen Museum mit vielen Stellwänden und sehr eng gehängt. Der schon zitierte Katalog umfasst mehr als 800 Positionen. Kann man ernsthaft eine solche Sammlung ablehnen, weil sie zu klein ist?

Dr. Gerhard Hainlein, 97074 Würzburg

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