Wohnungen stehen leer

Zum Artikel „Der Mietirrsinn geht weiter“ und zum Leitartikel „Im Kampf gegen steigende Mieten versagt“ (22.2.):

Die Überschriften haben mich irritiert. Seit einiger Zeit lese ich nur noch von fallenden oder zumindest nicht mehr steigenden Mieten in Ballungsräumen. Medien berichteten, dass Büromieten im freien Fall seien. So würde ein Netzwerk lokaler Gewerbeimmobilien-Dienstleister vermelden, „dass der Flächenumsatz bei der Vermietung von Büroimmobilien im dritten Quartal (2020) gegenüber dem Vorjahresquartal um 41 Prozent sank, in Stuttgart sogar um 62 Prozent“. Und es wird schon besorgt gefragt „Was wird aber aus der Stadt, wenn das, was sie bisher prägte, bald nicht mehr in der gewohnten Form in ihr stattfindet, nämlich Arbeit und Shopping“. In dem Artikel von Christian Grimm heißt es „Zwischen 2009 und 2019 sind die Mieten in den großen Städten sprunghaft nach oben geschossen“. Da liegt der „Hund begraben“. Das war vor Corona, und mit Corona kam das Homeoffice. Die Arbeit verlagert sich zunehmend in die peripheren, in die ländlichen Räume. Man liest auch in der Presse, dass viele Menschen mit dem Gedanken spielen, aufs Land zu ziehen. Es war schon immer so. Der Mensch folgt der Arbeit. Nun ist das die Chance für das Land. Dort stehen mehr als drei Millionen Wohnungen leer. Wir brauchen keine neuen Wohnbau- und Mietprogramme. Wir brauchen jetzt eine Verstetigung der Telearbeit. Dann kann die Reparatur des heruntergekommenen Wohnraumbestands auf dem Land einsetzen. Wir waren jahrzehntelang nur auf die Stadt fixiert. Dort ist zwar die Luft schlecht, aber dort war die Arbeit und dort war das Vergnügen. Dort könnte es in absehbarer Zeit darum gehen, Büros in Wohnungen umzuwandeln.

Reinhold H. Möller, 97753 Karlstadt

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