Scheurings Wort zu Weihnachten: Wir blicken auf die Krippe

Liebe Schwestern und Brüder, Weihnachten ist das Fest des Friedens und der Liebe. Sollten wir dieses dann nicht auch sprachlich sensibler gestalten? In der Heiligen Schrift steht zwar geschrieben, Maria werde „einen Sohn gebären“ (Matthäus 1,21). Die Weihnachtsstudie der Universität der Bundeswehr indes hat ergeben, dass 51 Prozent der Bürger das Christkind als weiblich betrachten, nur 25 Prozent als männlich und 24 Prozent als geschlechtslos. Sollte dies nicht uns allen ein Zeichen sein? Der Stern wies einst den drei Weisen aus dem Morgenland den Weg zur Krippe – uns leuchtet heute der Genderstern den Weg zu einer geschlechtergerechten Sprache. Die Katholische Studierende Jugend und einige evangelische Kirchengemeinden haben dafür plädiert, Gott im Sinne der „Gottes*vielfalt“ mit dem Genderstern aus der geschlechtlichen Ebene herauszuheben. Pfarrerin Stefanie Sippel von der Kirchengemeinde Alt-Pankow meint: „Nun ist zu klären, ob Vater, Sohn und Heiliger Geist ebenfalls zu gendern sind.“ Sie schreibt im kirchlichen Gemeindebrief, dass Jesus zwar „vermutlich“ männliche Geschlechtsmerkmale hatte, sie ihn aber immer als „divers“ betrachtet habe. Daher ist dort auch vom „Jesus*kind“ die Rede. Stünde diese Schreibweise dem Christentum beziehungsweise dem Christ*innentum nicht gut zu Gesicht? In der Krippe könnten um das Christus*kind Hirt*innen aufgestellt werden sowie Engel*innen, Ochsen und Esel*innen, die auf die Ankunft der Heiligen Drei König*innen warten. Wer, liebe Brüder*innen und Schwester*innen, würde sich denn darüber nicht freuen? Ich.

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