Scheurings Wort zum Samstag: Evolution am Geldautomaten

Im Laufe der Evolution sind viele neue Lebewesen entstanden und andere verschwunden. Etwa der Riesenvogel Dodo oder das rund 700 Kilo schwere Meerschwein Phoberomys pattersoni. Der Mensch ist für das Sterben vieler Arten verantwortlich. Doch sorgt er auch dafür, dass neue Arten entstehen. US-Forscher haben festgestellt, dass an Geldautomaten das Mikrobenleben tobt. Auf den Tastaturen entdeckten sie Spuren von Hühnchen und Pilzen, Milchsäurebakterien und weitere Mikroorganismen. So fängt alles an. Mikroben, also Kleinstlebewesen, traten vor rund 3,8 Milliarden Jahren als erste Organismen auf der Erde auf. Das sah damals noch nicht besonders spektakulär aus, aber kaum war ein wenig Zeit vergangen, standen plötzlich Riesenviecher wie Dinosaurier oder gigantische Meerschweinchen in der Landschaft herum. Man muss davon ausgehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Auffällig ist, dass britische Banknoten bereits tierische Fette enthalten. Denkbar, dass aus den Spuren von Hühnchen am Geldautomat bald ein Geldhahn entsteht. Sodann könnte die Geldbeutelratte das Licht der Welt erblicken. Womöglich dauert es nicht lange und wir treffen dort auf größere Tiere wie den Finanzhai und den Goldesel, und dann bringt das Biotop Geldautomat ganz neue Lebensformen hervor wie das Geheimzahlenschaf, die Milchsäurebakterienkuh, den Tastaturtapir oder das Dollarschwein. Wenn aus diesem die erste Geldwurst gemacht wird, hat die Evolution am Geldautomaten ihre Aufgabe erfüllt und die Kapitalismuskritiker werden merken, dass man Geld doch essen kann.

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