Unterm Strich: Auf ins vegane Dschungelcamp!

Zu den Schlüsselqualifikationen im modernen Medienzirkus gehört der beherzte Verzehr möglichst ekliger lebendiger Kreaturen vor laufender Kamera. Zumindest dann, wenn alle anderen Fertigkeiten, die das Publikum gemeinhin von Personen erwartet, die sich selbst für Stars halten, nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Das nennt man dann Dschungelcamp. Und genau diesen zweiten beziehungsweise dritten oder vierten Bildungsweg für D-Promis will uns nun die Tierschutzorganisation Peta madig machen (Anspielung nicht beabsichtigt). Die britische Version des Dschungelcamps mache es vor, so eine Peta-Pressemitteilung, dort sollen künftig keine lebenden Tiere mehr im Rahmen von „Prüfungen“ von den mehr oder minder berühmten Kandidaten gegessen werden. Kenner der englischen Küche werden jetzt anmerken, dass es dort auch so genügend eklige. . . aber das soll jetzt nicht das Thema sein. Für das deutsche Dschungelcamp geht Peta noch einen Schritt weiter und fordert nun, bei der 14. Staffel, die am 10. Januar startet, sollten weder lebendige noch tote Tiere, sondern nur vegane Speisen verzehrt werden: „Schließlich gibt es neben dem Essen von Tieren noch genug andere ekelige Aufgaben, die sich als Dschungelprüfung eignen würden.“ Grundlage für die Forderung ist der Einsatz von Peta gegen Speziesismus, also die Weltanschauung, dass der Mensch allen anderen Lebewesen überlegen sei. In diesem Punkt können wir Peta beruhigen: Es ist gerade das Dschungelcamp, das immer wieder aufs Neue beweist, dass der Mensch mitnichten die höchste Lebensform ist.

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Mathias Wiedemann
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