Unterm Strich: Die Einpeitscher der Politik

Politik ist eine quälende Angelegenheit, die man besser den Dominas überlassen sollte. Denn in dem sadomasochistischen Geschäft sind Peitschen-Profis gefragt. Wer wüsste das besser als der grüne Übervater Winfried Kretschmann im Ländle, der nur zur Tarnung den gütigen Landesvater gibt? Schon zum Amtsantritt betonte er: „Politik ist ja kein Streichelzoo“ – und drohte dann mit der „Innovationspeitsche“. Man muss gesehen haben, wie der Ministerpräsident – etwa bei den Heimattagen in Waiblingen – mit unverhohlener Begeisterung dem Auftritt der Peitschenknaller des Albvereins Westerheim folgte – dann ahnt man, welche Leidenschaft insgeheim in ihm lodert. Schaudernd schrieb schon zu seinem Amtsantritt 2011 eine Zeitung: „Kretschmann startet mit Pathos und Peitsche“. Gegen Profis lässt sich ja auch wenig sagen. Warum soll – neben Juristen und Lehrern – nicht auch der eine oder andere Kutscher oder Dompteur seine Erfahrung in die Politik einbringen? Da sind ja auch Schauspieler und Berufspiloten, Architekten, Ernährungswissenschaftler, Militärseelsorger, Bestatter, Winzer und eine Diamanten-Gutachterin. Zur Landtagswahl in Baden-Württemberg macht jetzt eine Kandidatin der Linkspartei Knuten-Kretschmann Konkurrenz, die wie geschaffen ist für die Politik: Isabell Fuhrmann ist BDSM-Sexualberaterin von Beruf, auf Deutsch Quäl-Trainerin für Dominas und Dominierte. Ob sie mit dem Slogan antritt: „Wenn du zum Kretschmann gehst, vergiss die Peitsche nicht?“ Ein Wähler freut sich schon im Internet: „Endlich hat man mal die ehrliche Wahl der Qual.“

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