Unterm Strich: Die Stunde der Wellenforscher

Die Welle ist in Verruf geraten. In guten Zeiten, also früher, streichelte sie unsere geschundene Seele, an weißen Stränden ließen wir uns von ihr betören. „Die Welle beugt sich jedem Winde gern“, lesen wir bei Goethe. Doch seit der Pandemie tobt da draußen ein Sturm, der alles verändert. Unentwegt schickt er Wellen gegen das fragile Festland: eine, zwei, drei, jede höher als die andere, nun schon die vierte. Auf ihrer schäumenden Gischt lassen sich windige Gesellen treiben, von denen es heißt, sie schwömmen gern gegen den Strom. Ob das die Monsterwelle steigert?