Unterm Strich: Galaktische Ferngespräche

Hinter dem Mond zu leben, ist bald kein Grund mehr für Rückständigkeit. Die Raumfahrtbehörde Nasa hat Nokia dazu auserkoren, ein Mobilfunknetz auf dem Himmelskörper aufzubauen. Ziel sei es, das Netz bis Ende 2022 auf die Beine zu stellen. Bald wird also Realität, was für viele Regionen in Deutschland noch vollkommen absurd erscheint: Handyempfang und Internet an dünn besiedelten Orten. Hierzulande braucht man bei technischen Schwierigkeiten nicht vor der nächsten Mondfinsternis auf einen Servicemitarbeiter zu hoffen. Scheitern jedoch die galaktischen Ferngespräche, können sich Kunden an das Kontrollzentrum der Nasa wenden: „Houston, wir haben ein Problem! Der Mond nimmt nicht ab.“ Doch das soll dem Unternehmen zufolge natürlich nicht vorkommen. Nokias Netzwerk werde Kommunikationsmöglichkeiten mit hohen Übertragungsraten schaffen, damit zum Beispiel Mondfahrzeuge aus der Ferne kontrolliert werden können. So will der finnische Telekommunikationskonzern laut eigenen Angaben dabei helfen, „den Weg hin zu einer dauerhaften Präsenz von Menschen auf der Mondoberfläche zu ebnen“. Beim Ebnen hätte man jedoch besser mit den Mondkratern angefangen. Denn im Vergleich zu den Funklöchern sind die Schlaglöcher dort ein Problem astronomischen Ausmaßes. Schlecht befahrbare Wege entlang der Milchstraße sind eine Zumutung für Raumfahrer. Auch die Vehikel leiden unter den unbegradigten Kratern. Die Lieferzeiten auf den Mond für trabantentaugliche Stoßdämpfer sind lang. Das war schon in der DDR so.

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