Unterm Strich: Glosse: Kein Rettungshund im Weißen Haus

Wenn am 20. Januar Joe Biden als 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt wird, dann wird es eine Menge erster Male geben. Die erste Frau auf dem Posten des Vizepräsidenten zum Beispiel. Eine Vizepräsidentin also. Gab's noch nie. Zudem wird Kamala Harris die erste Vizepräsidentin mit afroamerikanischem und indischem Hintergrund sein. Und die erste Vizepräsidentin, die mit einem Mann verheiratet ist. Ironischerweise wäre es in dieser Konstellation konventioneller, wäre Kamala Harris mit einer Frau verheiratet, denn die Position einer Second Lady gibt es bereits. Nun aber wird Doug Emhoff der erste Second Gentleman sein, also der erste männliche Partner an der Seite der Vizepräsidentin. Und: Er ist der erste Mann mit jüdischen Wurzeln auf dieser Position. Man könnte diese Aufzählung erster Male endlos fortsetzen, etliche Medien tun das auch. Das erste Dies, das erste Das. Nur ein weiteres Beispiel sei hier noch genannt, ein letztes erstes Mal sozusagen: Erstmals werde ein ausgebildeter Rettungshund ins Weiße Haus einziehen, meldete ein großes deutsches Medium im Nachgang der Wahl. Das allerdings stimmt so nicht. Denn Major, einer der beiden Schäferhunde der Bidens, ist mitnichten ein Rettungshund, sondern ein aus dem Tierheim geretteter Hund – auf englisch ein „Rescue Dog“. Ein falscher Freund also. Das Wort, nicht der Hund. Übrigens: Donald Trump hat neben unzähligen furchtbaren ersten Malen seiner katastrophalen Amtsführung auch diese Negativmarke gesetzt – er war der erste Präsident seit mehr als einem Jahrhundert ohne Vierbeiner.

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