Unterm Strich: Können wir bald wieder „flücklich“ sein?

Waren Sie auch schon mal „mütend“? Nein? Mütend – diese Wortneuschöpfung aus „müde“ und „wütend“ kursiert derzeit im Netz. Mit dem Wort mütend beschreiben viele die Stimmung, die die nicht enden wollende Corona-Pandemie bei ihnen auslöst. Einige bezeichnen sich selbst als mütend, weil ihnen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu weit gehen, die anderen, weil ihnen die beschlossenen Maßnahmen zu lasch sind. Was dagegen helfen könnte? Vielleicht ein Kaffee, der macht ja bekanntlich wunter (wach und munter). Oder ein Müsli mit Früchten, das gibt neue Energraft (Energie und Kraft). Helfen könnte auch Bewegung, zum Beispiel eine Runde joggen. Denn Sport macht bekanntermaßen flücklich (fit und glücklich). Danach darf man sich auch gerne eine kleine Auszeit nehmen und etwas schräumen (schlafen und träumen). Der Autor dieser Zeilen schrenkt übrigens gerade – er schreibt und denkt. Ob dabei immer etwas Nützvolles (Nützliches und Sinnvolles) herauskommt, sei dahingestellt. Doch nützen diese Tipps den Mütendbürgern (mütenden Wutbürgern)? Anscheinend nicht, denn im Netz gibt es bereits eine Erweiterung von mütend: „Vermütend“. Da wird in das Wort mütend noch das Wort verzweifelt eingebaut. Man kann nur hoffen, dass Corona bald vorbei ist und die Menschen wieder Hoffversicht (Hoffnung und Zuversicht) haben und endlich wieder flücklich (froh und glücklich) werden. So, genug davon, ich geh jetzt rösen (relaxen und dösen). Sie sind sowieso vermutlich schon längst verritiert (verwirrt und irritiert).

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Aurelian Völker
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