Unterm Strich: Was machen wir heuer in der Fastenzeit?

Die Wochen zwischen Aschermittwoch und Karfreitag, auch als Fastenzeit bekannt, nutzen bekanntlich viele Menschen, um auch fernab jeglicher religiösen Motivation bewusst Verzicht zu üben – oder einfach nur, um „runterzukommen“. Tja, worauf verzichten wir denn in diesem Jahr? Reisen, rauschende Feste, mal ein Wochenende ohne Essen gehen, Sektempfang, Kino, Theater, durchtanzte Nächte im Club? Oder vielleicht doch mal auf die eine oder andere Shopping-Tour verzichten – schließlich wäre das, war es nicht immer so, schon das vierte Paar Schuhe seit Weihnachten? Ha, Ha und noch mal Hahaha. Solche Verzichtserklärungen ringen uns heuer nur ein gequältes Grinsen ab. Also doch wieder kulinarischer Verzicht? Schließlich ist bei manchem die Corona-Wampe derart gewachsen, als hätte er auch noch seine Klopapier-Vorräte gefuttert. Aber Abnehmen ist leicht, besonders für uns ältere Semester. Hörvermögen, Sehschärfe, Ausdauer – alles nimmt ganz von alleine ab, ohne dass man groß auf was verzichten müsste. Die Pfunde purzeln nur so – zum Beispiel, wenn man auf einem ungeräumten Gehsteig ins Straucheln gerät. Man kann aber auch „abnehmen lassen“, sich zum Beispiel den Führerschein, wenn man besoffen hinterm Lenkrad sitzt. In diesem Fall kann man nicht erwarten, dass einem die Polizei auch was abnimmt – und zwar die windige Erklärung, dass man nur an der Flasche gerochen hat. Am besten wir halten es auch in der Fastenzeit mit dem guten alten Mond. Der nimmt ab und nimmt wieder zu – und ist doch immer derselbe.

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