Unterm Strich: Was man so am Kiosk aufliest

In endlosen Wochen in den eigenen Wänden war uns nicht immer nach Netflix-Serien. Viele fanden wieder zum Lesen – nicht immer zu Goethes „Faust“. Staunend entdeckte man neue unter den 10 000 Zeitschriften am Kiosk, von „Stern“ bis „Stuss“. Oft verspricht der Titel mehr, als der Inhalt hält: Im Magazin „Schüttgut“ geht es keineswegs um Schnaps-Proben, in „Blech“ nicht um Politiker-Reden und bei „Lydia in Latex“ nicht so sehr um Mode. Das „Nadel Journal“ ist die „unabhängige Fachzeitschrift für die deutsche und europäische Weihnachtsbaum- und Schnittgrünbranche“. Warum geht es in „Octane“ um flotte Schlitten, in „Coupé“ um flotte Schnitten, aber im „Matador“ nicht um Stierkampf? Mir als Amateur an der Bratpfanne half die Monatszeitschrift „Beef!“ Zielgruppe sind kochende Männer. Am Titel „DEGUFORUM“ (Auflage 250 Hefte) rätselte ich lange, das Magazin gibt die Deutschsprachige Gesellschaft für Ufo-Forschung (DEGUFO) heraus. In „Der fliegende Teppich“ (Auflage 10 000 Hefte) geht es dagegen um Kindertheater. „Asphalt“ dreht sich um Straßenbelag, das „Magazin Asphalt“ dagegen um Obdachlose, die da leben. In „hossa!“ geht es um Schlager, im SM-Magazin „Kink“ um Schläger. Man entdeckt „Mad“ wieder, „Yps“, sogar „Bravo“. Das Magazin „Couch“ war mir lieber als „Laufzeit“. Aber „Am Haken“ (für Angler) blieb ungelesen – wie auch „Kot & Köter – Die Zeitung für den Hundehasser“. Wer wirklich Tierfreund ist oder Trost braucht, dem sei „Teddy & Co.“empfohlen. Das Hobby-Magazin (Auflage 35 000 Stück) liefert alles rund ums Basteln – von und für „Teddybären“.

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