Würzburg

Adelsverbände als Hüter der Namen

Der Adel wacht sehr wohl noch über seine Standesrechte, obwohl es diese seit 100 Jahren nicht mehr gibt. Forderungen werden laut, die Namenszusätze abzuschaffen.
Diese Herren brauchen keinen Adelsrechtsausschuss für Streitfälle um Namen – wie in Deutschland, wo der Adel 1919 seine Titel und Privilegien verlor. Foto: Frank Augstein, dpa
So manche der geschätzt 80 000 Mitglieder der alten Adelsfamilien stufen sich als hervorgehoben ein. Die Vereinigung der Deutschen Adelsverbände (VdDA), ein Interessensverband, hält daran fest, dass Menschen unterschieden werden in Gruppen mit und ohne das "von" im Namen. Orientiert wird sich am "historischen Adelsrecht" – obwohl das nicht mehr existiert. "Das Adelsrecht von 1918 wird als verbindlich für die Zugehörigkeit zum Adel angesehen", sagt Henning von Kopp-Colomb (81), Präsident des Deutschen Adelsrechtsausschusses, der beim Dachverband VdDA zuständig ist für ...
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