Wiesbaden

Bundeskriminalamt: Knapp 11.800 Menschen werden vermisst

Vermisstenfall Rebecca
Suchaktion von Jugendlichen in Berlin: Der Fall der verschwundenen Rebecca ist einer von mehr als 11.000. Foto: Christoph Soeder/dpa

Bei den übrigen rund 2000 Menschen handelt es sich um Fälle, bei denen das BKA bei Vermisstenfahndungen aus dem Ausland miteingebunden wurde. In der Summe werden Vermisste, unbekannte Tote und hilflose Menschen, deren Identität unbekannt ist, zusammengefasst.

Darin enthalten sind Vermisstenfälle, die innerhalb von einigen Tagen geklärt werden, erläuterte das BKA. Pro Tag gebe es zwischen 200 und 300 neue Fälle, etwa die gleiche Zahl werde pro Tag gelöscht. Nach den Erfahrungen der Ermittler erledigt sich etwa die Hälfte aller Vermisstensachen innerhalb der ersten Woche. Der Anteil von Menschen, die länger als ein Jahr vermisst werden, liegt bei drei Prozent. Eine Personenfahndung kann laut BKA bis zu 30 Jahren bestehen bleiben.

Unter den Vermissten sind mehr als 2000 Kinder im Alter bis 13 Jahre und rund 3600 Jugendliche bis 17 Jahre. In dieser Summe werden auch Mädchen und Jungen gezählt, die einem Elternteil zu Unrecht entzogen werden (885). Grundsätzlich liege die Aufklärungsquote der Vermisstenfälle bei Kindern bei über 90 Prozent.

Die Zahl der vermissten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge summierte sich Anfang Dezember auf 2099 - ein Jahr zuvor waren es noch knapp 3380 gewesen. Die BKA-Experten geben zu Bedenken, dass diese Zahl etwa wegen unterschiedlicher Namensschreibweisen und Mehrfachnennung nur als Annäherung dienen kann.

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