Bukarest

Drei-Meere-Gipfel der Osteuropäer in Bukarest

Gipfel in Bukarest       -  Der gastgebende rumänische Präsident Klaus Iohannis (r) und sein polnischer Amtskollege Andrzej Duda bei der Eröffnung des Drei-Meere-Gipfels in Bukarest.
Der gastgebende rumänische Präsident Klaus Iohannis (r) und sein polnischer Amtskollege Andrzej Duda bei der Eröffnung des Drei-Meere-Gipfels in Bukarest. Foto: Andreea Alexandru/AP

Zum Auftakt eines Gipfeltreffens zwölf osteuropäischer EU-Staaten in Bukarest hat Bundesaußenminister Heiko Maas den Zusammenhalt der Europäischen Union angemahnt.

„Europa lässt sich nicht in Himmelsrichtungen unterteilen - es gibt für uns nur ein Europa”, sagte Maas. Der Gipfel führt zwölf Länder der so genannten Drei-Meere-Initiative zusammen, die zwischen Ostsee, Schwarzem Meer und Adria liegen. Die 2015 von Polen und Kroatien ins Leben gerufene Gruppe gilt als osteuropäisches Gegengewicht zur Achse Paris-Berlin.

Bei dem zweitägigen Gipfel, der am Montagabend eröffnet wurde, geht es vor allem um die Energiepolitik. Zum Auftakt sagte Rumäniens Präsident Klaus Iohannis, sein Land habe „das Potenzial, zur regionalen Energie-Plattform zu werden”. US-Präsident Donald Trump meldete sich mit einer Grußbotschaft zu Wort und betonte nach rumänischen Angaben, wie wichtig ihm der Gipfel sei. Die USA und die Staaten der Drei-Meeres-Initiative hätten das gemeinsame Ziel, „die Geschäftsbeziehungen zu erweitern, die Energiesicherheit zu konsolidieren und die Schranken für einen freien Handel zu reduzieren”, zitierte das rumänische Präsidialamt aus dem Grußwort.

Die USA wollen vor allem ihr Flüssiggas in die Region exportieren, um die Dominanz Russlands auf dem europäischen Energiemarkt zu brechen. Zusammen mit den osteuropäischen EU-Staaten machen die Amerikaner gegen die Ostseepipeline Nord-Stream-2 von Russland nach Deutschland Front. Trump war beim letzten Gipfel in Polen selbst dabei und hat jetzt seinen Energieminister Rick Perry nach Bukarest geschickt, um US-Interessen zu vertreten.

Mit Maas nimmt erstmals ein Vertreter der Bundesregierung an dem dritten Gipfel dieser Art teil. „Wir werden mit den östlichen Mitgliedstaaten darüber sprechen, wie wir die Europäische Union gemeinsam voranbringen können - in Energiefragen, beim Thema Infrastruktur und auch bei den Beziehungen zu unseren Nachbarn”, sagte er. Dritter prominenter Gast neben Maas und Perry ist EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Maas beginnt in Bukarest eine viertägige Balkan-Reise, die ihn auch nach Mazedonien, Albanien und Griechenland führt.

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