Rom

Italien droht hohe Geldstrafen für Rettung von Migranten an

Exakt vor einem Jahr machte die populistische Regierung in Rom das erste Mal die Häfen Italiens für Rettungsschiffe dicht. Nun schaltet Hardliner Salvini noch einen Gang hoch und droht Rettern mit happigen Geldstrafen. Doch die Helfer schreckt das nicht ab.
„Sea-Watch 3”
Die Helfer von Sea-Watch wollen sich von dem italienischen Dekret nicht abschrecken lassen und sind derzeit wieder mit der „Sea-Watch 3” im Einsatzgebiet vor Libyen. Foto: Chris Grodotzki/Jib Collective/Sea-Watch.org
Die italienische Regierung will mit einem umstrittenen Dekret Hilfsorganisationen für die Rettung von Migranten auf dem Mittelmeer bestrafen. Private Schiffe, die mit Geretteten an Bord unerlaubt in italienische Hoheitsgewässer fahren, müssen demnach zwischen 10.000 und 50.000 Euro Strafe zahlen. Das Kabinett verabschiedete das Dekret am Dienstagabend. Die Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sind entsetzt und halten die Maßnahmen für einen Verstoß gegen die Menschenrechte. Ungeachtet der neuen Regelung rettete die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch am Mittwoch wieder Menschen vor der ...
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