Valletta

„Lifeline”-Kapitän auf Malta zu Geldstrafe verurteilt

Der Fall ist ein internationales Politikum: Ein deutscher Kapitän rettet auf dem Mittelmeer Migranten. Dafür landet er in Malta vor Gericht. Ins Gefängnis muss er nun nicht. Bestraft wird er trotzdem.
„Lifeline”-Kapitän Reisch
Der Kapitän aus dem bayerischen Landsberg am Lech hatte vergangenen Juni mit dem Schiff „Lifeline” mehr als 230 Migranten vor der libyschen Küste aus dem Mittelmeer gerettet. Foto: Martin Schutt
Der deutsche Kapitän der Hilfsorganisation Mission Lifeline ist nach der Rettung von Migranten auf dem Mittelmeer in Malta zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Eine Gefängnisstrafe blieb Claus-Peter Reisch erspart. Er müsse 10.000 Euro an lokale Hilfsorganisationen zahlen, weil er das Schiff „Lifeline” vergangenen Sommer ohne ordnungsgemäße Registrierung gesteuert habe, erklärte Mission Lifeline am Dienstag nach dem Urteil. Es sei das erste Mal, dass in der EU jemand im Zusammenhang mit der Rettung von Migranten auf See verurteilt worden sei. Die Dresdner Organisation kündigte Widerstand an ...
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