Obertshausen

Mann schießt auf Gerichtsvollzieher: Vier Verletzte

Großeinsatz
Großeinsatz in Obertshausen nach den Schüssen auf einen Gerichtsvollzieher. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Ein 67-Jähriger hat am Freitag in Obertshausen bei Offenbach auf einen Gerichtsvollzieher geschossen. Der Mann und einer seiner Begleiter wurden dabei schwer verletzt. Ein weiterer Begleiter erlitt ein Knalltrauma.

Die genauen Hintergründe und das Motiv des Mannes müssen laut Polizei noch ermittelt werden.

Die beiden Schwerverletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht, schweben der Polizei zufolge aber nicht in Lebensgefahr. Der mutmaßliche Täter sei in seiner Wohnung vorläufig festgenommen worden und habe eine leichte Kopfplatzwunde davon getragen. Auch er wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Ob der Schütze ohne Vorwarnung feuerte, war zunächst unklar. „Die Verletzten sind noch nicht vernehmungsfähig”, sagte ein Polizeisprecher.

Die Tat ereignete sich kurz vor 9.00 Uhr im Eingangsbereich der Wohnung des Mannes in einem Mehrfamilienhaus. Möglicherweise stand nach Angaben der Polizei eine Zwangsräumung bei dem Deutschen vor. Unklar sei noch, ob der Mann einen Waffenschein habe.

Zwangsvollstrecker werden immer wieder Opfer von Gewaltattacken. In Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis) schoss 2016 ein älterer Mann einem Gerichtsvollzieher in den Kopf. In Nordrhein-Westfalen goss im April vergangenen Jahres eine Frau einem Gerichtsvollzieher eine ätzende Flüssigkeit ins Gesicht.

Tatort
Ein Rettungswagen verlässt mit Blaulicht den Tatort im hessischen Obertshausen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Tatort
Ein Polizeibeamter geht an Markierungen der Spurensicherung am Tatort vorbei. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

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