Berlin

SPD macht Druck gegen „Therapien” gegen Homosexualität

Schwules Paar in Berlin       -  Eingehüllt in eine Regenbogenflagge, steht ein homosexuelles Paar vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Experten gehen von Tausenden Fällen pro Jahr in Deutschland aus, in denen versucht wird, Homosexuelle mit fragwürdigen Therapien zu „heilen”.
Eingehüllt in eine Regenbogenflagge, steht ein homosexuelles Paar vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Experten gehen von Tausenden Fällen pro Jahr in Deutschland aus, in denen versucht wird, Homosexuelle mit fragwürdigen Therapien zu „heilen”. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Ein von Brunner vorgelegter Gesetzentwurf sieht Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen für Ärzte, Psychotherapeuten, Heilpraktiker und gewerbliche Anbieter vor, wenn sie Maßnahmen anbieten oder durchführen, „die auf die Änderung oder Unterdrückung der sexuellen Orientierung gerichtet sind”.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt im Juni als Ziel genannt, dass noch dieses Jahr ein Gesetzentwurf für ein Verbot solcher Angebote auf den Weg gebracht wird. Brunner forderte Spahn nun auf, sich seiner Gesetzesinitiative anzuschließen. Das Bundesjustizministerium solle die geplante Änderung des Strafgesetzbuches dann möglichst bald ins Kabinett einbringen.

Genaue Zahlen liegen nicht vor, aber die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld geht von Tausenden Fällen pro Jahr in Deutschland aus, in denen versucht wird, Homosexuelle mit fragwürdigen Therapien zu „heilen”.

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