Madrid/Barcelona

Spanien als „Geisel” der Separatisten

Spanien stehen politisch und juristisch spannende Wochen bevor. Während in Madrid der Prozess gegen katalanische Separatistenpolitiker startet, braucht Regierungschef Sánchez im Parlament ausgerechnet die Unterstützung von deren Parteien. Wird eine Neuwahl unumgänglich?
Angeklagte
Zwölf Anführer der Unabhängigkeitsbewegung sitzen auf der Anklagebank in Madrid. Foto: Emilio Naranjo/EFE Pool via AP
Unter großem Medieninteresse und begleitet von Protesten ist am Dienstag in Madrid der Startschuss für den Mammutprozess gegen die separatistische Führungsriege Kataloniens gefallen. Vor dem Obersten Gericht müssen sich zwölf Angeklagte verantworten - darunter ehemalige Minister der Konfliktregion und zwei Aktivisten, die im „heißen Herbst” von 2017 zentrale Rollen gespielt haben. Der Gruppe um Ex-Vize-Regionalpräsident Oriol Junqueras drohen Haftstrafen von bis zu 25 Jahren. Der Vorwurf lautet auf Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung. Auf der Anklagebank fehlte jedoch der wohl wichtigste ...