Berlin

Tiefststand bei der Sorge um den Arbeitsplatz

Arbeitsmarkt       -  Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA), rechnet für das laufende Jahr mit einem neuen Rekord bei den Erwerbstätigen.
Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA), rechnet für das laufende Jahr mit einem neuen Rekord bei den Erwerbstätigen. Foto: Carsten Rehder

Die Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes ist nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Deutschland auf einem Tiefststand.

„Die Sorge um einen Verlust des Arbeitsplatzes ist mit dem Anstieg der Beschäftigung auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung angekommen”, sagte Judith Niehues, Leiterin der Forschungsgruppe Mikrodaten und Methodenentwicklung des arbeitgebernahen Instituts, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB), die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA), rechnet für das laufende Jahr mit einem neuen Rekord bei den Erwerbstätigen. Trotz Konjunkturschwäche dürfte deren Zahl 2019 um 510.000 auf rund 45,35 Millionen steigen, wie das IAB kürzlich mitgeteilt hatte. Unternehmen sicherten sich zunehmend knappe Arbeitskräfte.

Niehues sagte: „Auch die Sorgen um die wirtschaftliche Situation haben stark abgenommen und sind in der Mittelschicht auf einem niedrigen Stand.” Die Stellung der Mittelschicht rückt heute in Berlin in den Fokus. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) spricht darüber anlässlich der Vorstellung eines neuen Buchs „Das Ende der Mittelschicht” des Journalisten Daniel Goffart.

Niehues zählt knapp die Hälfte der Bevölkerung zur Mittelschicht. Von dieser Gruppe hätten rund zwei Drittel vergleichsweise wenig Sorgen und blickten optimistisch in die Zukunft. Etwa ein Drittel davon habe aber viele Sorgen. „Bei den Menschen, die von Armut bedroht sind, sind diese Sorgen natürlich größer.” Niehues bezieht sich auf die im vergangenen Jahr erschienene Studie „Die gespaltene Mitte” von ihr und Anja Katrin Orth.

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