Teheran

Trump warnt Teheran

Uran-Aufbereitungsanlage in Isfahan       -  Ein Techniker arbeitet in einer Uran-Aufbereitungsanlage in Isfahan.
Ein Techniker arbeitet in einer Uran-Aufbereitungsanlage in Isfahan. Foto: Vahid Salemi/AP

Der Iran hat die EU schriftlich über seine Entscheidung für eine höhere Urananreicherung informiert.

Medienangaben zufolge teilte Außenminister Mohamed Dschawad Sarif in einem Schreiben an die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini mit, dass der Iran sich nicht mehr an die im Wiener Atomabkommen festgelegte Obergrenze von 3,67 Prozent halten werde.

In dem Schreiben habe Sarif erneut betont, dass der Iran die Verpflichtungen aus dem Vertrag wieder erfüllen werde, sobald auch die anderen Vertragsparteien, vor allem die USA, ihren Verpflichtungen nachkämen. Sollte dies nicht binnen 60 Tagen geschehen, werde der Iran Anfang September die dritte Phase des Teilausstiegs beginnen. 

Der Iran hat bereits in zwei Phasen seine Verpflichtungen in dem Atomdeal reduziert. Zunächst hat das Land die 300 Kilogramm Obergrenze seiner Uranvorräte überschritten, ab Sonntag dann auch die vorgeschrieben 3,67 Prozent bei der Urananreicherung.

Damit missachtete das Land eine zentrale Auflage des internationalen Atomabkommens, aus dem die USA schon im vergangenen Jahr einseitig ausgestiegen waren. Der Iran hatte sich bis vor einem Monat weiter an den Vertrag gehalten, war aber von den USA dennoch mit harten Sanktionen belegt worden.

Das 2015 zwischen den UN-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Deutschland und dem Iran vereinbarte Atomabkommen sollte Teheran am Bau einer Atombombe hindern. Das iranische Atomprogramm wurde massiv eingeschränkt, im Gegenzug sollten Wirtschaftssanktionen gegen das Land aufgehoben werden.

Die Urananreicherung soll bis September 5 Prozent nicht überschreiten. Sollte es zur dritten Phase des Ausstiegs kommen, werde dann Uran bis auf 20 Prozent angereichert, hieß es in Teheran.

Parallel zu den Drohungen will der Iran jedoch die diplomatischen Kanäle offenhalten. Vor allem soll Ende Juli ein Treffen zwischen dem Iran und der sogenannten 4+1 Gruppe - entweder in Brüssel oder Wien - stattfinden.

Zentrifugen       -  Das Standbild des TV-Senders IRIB zeigt drei Zentrifugen in der iranischen Atomanlage Natanz.
Das Standbild des TV-Senders IRIB zeigt drei Zentrifugen in der iranischen Atomanlage Natanz. Foto: Islamic Republic Iran Broadcasting/AP
Atombrennstäbe       -  Russische Techniker arbeiten im Februar 2006 im iranischen Atomkraftwerk Buschehr.
Russische Techniker arbeiten im Februar 2006 im iranischen Atomkraftwerk Buschehr. Foto: Abedin Taherkenareh
Nationaler Atomtag im Iran       -  Irans Präsident Hassan Ruhani (M.) lässt sich neue Entwicklungen in der Atomenergie im Rahmen des „Nationalen Atomtags” erklären. Foto: Iranian Presidency Office/AP
Irans Präsident Hassan Ruhani (M.) lässt sich neue Entwicklungen in der Atomenergie im Rahmen des „Nationalen Atomtags” erklären. Foto: Iranian Presidency Office/AP Foto: dpa
Uranumwandlung in Isfahan       -  Techniker der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO inspizieren eine Uranumwandlungsanlage in Isfahan. Foto: Abedin Taherkenareh/Archiv
Techniker der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO inspizieren eine Uranumwandlungsanlage in Isfahan. Foto: Abedin Taherkenareh/Archiv Foto: dpa
Donald Trump       -  „Der Iran mach viele schlimme Dinge”: US-Präsident Donald Trump.
„Der Iran mach viele schlimme Dinge”: US-Präsident Donald Trump. Foto: Kyodo/Archiv

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