El Alto

Geländer-Unglück: Studenten stürzen an Uni in den Tod

Polizei in Bolivien       -  Drei Studenten, die die Versammlung einberufen hatten, wurden von der Polizei festgenommen.
Foto: Radoslaw Czajkowski/dpa | Drei Studenten, die die Versammlung einberufen hatten, wurden von der Polizei festgenommen.

Bei Tumulten in einer Universität in Bolivien sind mindestens sechs Studenten nach einem Sturz aus dem fünften Stock ums Leben gekommen.

Drei waren direkt an der Unglücksstelle gestorben, drei weitere erlagen im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, wie Polizeichef Jhonny Aguilera laut einem Bericht der Zeitung „La Razón” sagte. Fünf weitere Studenten wurden zum Teil schwer verletzt. Zunächst war von sieben Toten die Rede gewesen.

Die jungen Leute waren am Dienstag fast 17 Meter in die Tiefe gestürzt, als inmitten von Rangeleien bei einer Versammlung in der Öffentlichen Universität von El Alto (UPEA) ein Geländer nachgegeben hatte. Die Universität drückte den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus und ordnete eine siebentägige Trauerzeit an. Ombudsfrau Nadia Cruz forderte eine umfassende Untersuchung des Unglücks.

Nach einer Versammlung von Studenten war es lokalen Medienberichten zufolge zu einem Streit mit Handgreiflichkeiten und Rangeleien gekommen. Auf einem Video des Vorfalls war zu sehen, wie sich auf dem Gang zahlreiche Studenten schubsen und aneinander ziehen. Als die Menschenmenge in Bewegung geriet, gab das Geländer zum Innenhof der Universität nach und die jungen Leute stürzten in die Tiefe.

Drei Studenten, die die Versammlung einberufen hatten, wurden festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Gegen sie wird wegen Mordes und schwerer Körperverletzung ermittelt.

© dpa-infocom, dpa:210303-99-673036/2

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