Berlin

Grüne fordern nach Fund von Waffenarsenal Aufklärung

Schlag gegen Rechtsextreme       -  Beschlagnahmte Waffen werden im Rahmen einer Pressekonferenz der Landespolizeidirektion Wien gezeigt.
Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa | Beschlagnahmte Waffen werden im Rahmen einer Pressekonferenz der Landespolizeidirektion Wien gezeigt.

Nach der Sicherstellung eines riesigen Waffenarsenals in Österreich, das möglicherweise für eine rechtsradikale Miliz in Deutschland gewesen sein soll, fordern die Grünen im Bundestag Aufklärung.

„Die erneut zu Tage getretene Militanz von Rechtsextremisten in Deutschland und Österreich ist in hohem Maße besorgniserregend”, sagte Fraktionsvize Konstantin von Notz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Montag).

Notz kündigte an, die Razzia in Österreich und die Bezüge nach Deutschland am Mittwoch im Innenausschuss und im Parlamentarischen Kontrollgremium besprechen zu wollen. „Es steht der Verdacht im Raum, dass die rechtsextremistischen und -terroristischen Netzwerke von heute solche sind, die seit Jahrzehnten im Verborgenen bestehen. Sie rüsten weiter auf. Die Sicherheitsbehörden müssen diese Strukturen gemeinsam rückhaltlos aufklären, und zwar im Hinblick auf aktuelle Bedrohungen, aber auch bezüglich der Klärung zurückliegender Straftaten.”

Bei Durchsuchungen am Wochenende haben Ermittler in Österreich ein riesiges Waffenarsenal sichergestellt. In Bayern, Nordrhein-Westfalen und Österreich wurden mehrere Verdächtige festgenommen. Den Ermittlern sei ein „massiver Schlag” gegen die rechte Szene gelungen, hatte der österreichische Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) erklärt. Mit den Waffen sollte „möglicherweise eine rechtsradikale Miliz” in Deutschland aufgebaut werden.

Nach Angaben der österreichischen Behörden wurden mehr als 70 automatische und halbautomatische Schusswaffen, Handgranaten, Wehrmachtsgegenstände wie Säbel und Helme, sowie Munition in sechsstelliger Menge sichergestellt. Bei den Waffen handelt es sich laut dem österreichischen Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl um einen der „größten Funde der letzten Jahrzehnte”.

© dpa-infocom, dpa:201214-99-683079/2

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