Berlin

Kramp-Karrenbauer beklagt ruinösen Wettbewerb um CDU-Vorsitz

Annegret Kramp-Karrenbauer       -  „Dieser ruinöse Wettbewerb fällt zuallererst auf die Kandidaten selbst zurück, aber auch auf die CDU”: Annegret Kramp-Karrenbauer.
Foto: Michael Kappeler/dpa | „Dieser ruinöse Wettbewerb fällt zuallererst auf die Kandidaten selbst zurück, aber auch auf die CDU”: Annegret Kramp-Karrenbauer.

Die scheidende CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Bewerbern um ihre Nachfolge vorgeworfen, mit einem zerstörerischen Wettbewerb der Partei geschadet zu haben.

„Die Partei hat bei dieser Diskussion gespürt, dass aus diesem fairen Rennen ein ruinöser Wettbewerb geworden ist. Und dieser ruinöse Wettbewerb fällt zuallererst auf die Kandidaten selbst zurück, aber auch auf die CDU”, sagte sie der „Augsburger Allgemeinen”. „Deshalb habe ich immer davor gewarnt.”

Bewerber sind Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Im Ringen um die Verschiebung des anstehenden Parteitags hatte vor allem Merz mit Laschet einen offenen Streit ausgefochten, mit teils persönlichen Angriffen. Kramp-Karrenbauer forderte alle drei abermals auf, sich auch bei einer Niederlage in den Dienst der Partei zu stellen. „Das ist die klare Erwartung der Mitglieder. Wir befinden uns im Januar schon im Wahljahr”, sagte sie.

Kramp-Karrenbauer warnte zudem vor einem zu rückwärtsgewandten Wahlkampf: „Die CDU hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sehr stark weiterentwickelt. Sie ist heute eine andere Partei als sie das vor 10 oder 20 Jahren war, auch, weil wir heute eine andere Gesellschaft haben.” Sie müsse „Antworten geben auf die Fragen aus dem Jahr 2021 und nicht auf die aus den 80er Jahren”.

© dpa-infocom, dpa:201121-99-411392/3

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dpa
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