Tel Aviv

Letzter Kämpfer des Warschauer Ghetto-Aufstands gestorben

Simcha Rotem       -  Simcha Rotem beim Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Er konnte 1943 mit anderen Kameraden durch einen Abwasserkanal aus dem zerstörten Ghetto fliehen.
Foto: Abir Sultan/EPA/ | Simcha Rotem beim Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Er konnte 1943 mit anderen Kameraden durch einen Abwasserkanal aus dem zerstörten Ghetto fliehen.

Rotem, bekannt auch als Kazik Ratajzer, konnte 1943 nach schweren Kämpfen gegen die Deutschen mit anderen Kameraden durch einen Abwasserkanal aus dem zerstörten Ghetto fliehen. 

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Reuven Rivlin würdigten Rotem als letzten Kämpfer des Warschauer Ghettos. Rotem habe „gegen die Nazis gekämpft und Juden gerettet”, schrieb Netanjahu bei Twitter. Nach seiner Einwanderung habe er in Israel zahlreichen Menschen von seinen Heldentaten berichtet. „Seine Geschichte und die Geschichte des Aufstands werden unser Volk für immer begleiten.”

Am 19. April 1943 hatte die Rebellion jüdischer Aufständischer begonnen, die sich gegen SS-Einheiten wehrten. Der fast einmonatige Kampf gegen die überlegenen Deutschen scheiterte am 16. Mai 1943. Seine blutige Niederschlagung besiegelte das Schicksal der meisten bis dahin überlebenden Warschauer Juden, die vor dem Krieg ein Drittel der Bevölkerung gestellt hatten. Tausende wurden erschossen oder in die Todeslager deportiert.

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