Kabul

Mindestens 15 Tote bei Taliban-Angriffen in Afghanistan

Abzugs der US-Truppen aus Afghanistan       -  Nach fast 20 Jahren Einsatz beginnt der offizielle Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan.
Foto: David Goldman/AP/dpa | Nach fast 20 Jahren Einsatz beginnt der offizielle Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan.

Bei mehreren Angriffen islamistischer Talibankämpfer im Westen Afghanistans sind mindestens 15 Sicherheitskräfte getötet worden.

Mindestens sieben Soldaten starben bei einem Anschlag auf einen Außenposten der Armee im Dorf Schiwan im Distrikt Balak Buluk, wie am Montag der Gouverneur der Provinz Farah, Tadsch Mohammad Dschahid, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Die Extremisten hatten demnach einen Tunnel zu dem Posten gegraben und darunter Sprengstoff gelegt. Ein Soldat sei bei dem Angriff gefangen genommen worden, mehrere weitere hätten zum nächstgelegenen Armeestützpunkt fliehen können. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag und gaben an, am Checkpoint Waffen an sich genommen zu haben.

Unterdessen griffen mehr als 100 Taliban-Kämpfer in der Nacht zum Montag den Bezirk Farsi in der Provinz Herat an und zündeten zwei Autobomben. Bei den Zusammenstößen seien mindestens acht Sicherheitskräfte der Regierung getötet und mindestens vier weitere verletzt worden, sagte ein örtlicher Sicherheitsbeamter, der anonym bleiben wollte, der dpa. Es fehle an Munition, sagte er - und gab an, die Taliban könnten in der folgenden Nacht wieder angreifen.

Parallel zum Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan, der am Samstag offiziell begonnen hatte, bleibt die Lage in dem Krisenland angespannt. Mitte April hatte US-Präsident Joe Biden erklärt, er werde ab 1. Mai die Truppen nach Hause holen.

Rund 10.000 Nato-Soldaten der Ausbildungsmission „Resolute Support”, darunter rund 2500 Soldaten aus den USA und rund 1100 aus Deutschland, werden nun bis spätestens 11. September das Land verlassen. Das Datum markiert den 20. Jahrestag der Terroranschläge in den USA von 2001, die der Anlass für den Einsatz waren.

© dpa-infocom, dpa:210503-99-448223/2

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