Yangon

Proteste in Myanmar fortgesetzt - Polizei greift durch

Proteste       -  Ein Demonstrant macht den Drei-Finger-Gruß während Protesten in Mandalay gegen den Putsch der Militärjunta.
Foto: -/AP/dpa | Ein Demonstrant macht den Drei-Finger-Gruß während Protesten in Mandalay gegen den Putsch der Militärjunta.

Trotz Polizeigewalt haben in Myanmar am Samstag erneut landesweit Hunderttausende Menschen gegen die Militärjunta protestiert. Demonstranten blockierten in zahlreichen Städten die Straßen, wie Augenzeugen und örtliche Medien berichteten.

Mit den Barrikaden aus Ziegelsteinen und Sandsäcken wollten sie sich vor Polizeigewalt schützen, sagte ein Mann in der größten Stadt Yangon (früherer Name: Rangun) der Deutschen Presse-Agentur. Die Sicherheitskräfte gingen erneut mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Protestierende vor und setzten auch die Barrikaden in Flammen, wie auf Fotos in sozialen Medien zu sehen war.

Nach Angaben der Vereinten Nationen waren allein am Mittwoch mindestens 38 Menschen bei Protesten gegen den Militärputsch im früheren Birma ums Leben gekommen, als die Polizei mit scharfer Munition auf Protestierende schoss. Die Zahl könnte weiter steigen, weil viele Menschen teils schwer verwundet wurden.

Am 1. Februar hatte das Militär gegen die faktische Regierungschefin Suu Kyi geputscht. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November mit klarem Vorsprung gewonnen. Seit dem Umsturz hat es immer wieder Massenproteste in Myanmar gegeben. Das Militär hat zuletzt mit zunehmender Härte versucht, den Widerstand zu brechen.

© dpa-infocom, dpa:210306-99-712410/3

Polizei       -  Polizisten schlagen mit Knüppeln auf einen Demonstranten am Stadtrand von Yangon (ehemals Rangoon) ein.
Foto: -/AP/dpa | Polizisten schlagen mit Knüppeln auf einen Demonstranten am Stadtrand von Yangon (ehemals Rangoon) ein.
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