Berlin

Ukrainischer Premier warnt vor Folgen von Nord Stream 2

Russisches Verlegeschiff 'Fortuna'       -  Schlepper ziehen das russische Rohr-Verlegeschiff „Fortuna” auf die Ostsee. Das Spezialschiff wird für Bauarbeiten an der deutsch-russischen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 eingesetzt.
Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa | Schlepper ziehen das russische Rohr-Verlegeschiff „Fortuna” auf die Ostsee. Das Spezialschiff wird für Bauarbeiten an der deutsch-russischen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 eingesetzt.

Der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmygal hat vor den Folgen der im Bau befindlichen Gaspipeline Nord Stream 2 gewarnt.

„Sollte Nord Stream 2 in Betrieb genommen werden, erzielt Russland höhere Einkünfte, mit denen Moskau unter anderem seine Aggressionen gegen die Ukraine finanziert”, sagte Schmygal dem „Handelsblatt” (Montag). „Das heißt: Mit der Pipeline stärkt Europa die russische Aggression. Das kann nicht im Interesse der EU liegen.” Schmygal erwartet sich demnach vom Treffen der EU-Außenminister am Montag ein „entschlossenes und einheitliches Signal gegenüber Moskau”. Die Sanktionen gegen Russland sollten nicht nur verlängert werden, sie müssten vielmehr in Zukunft „klarer, deutlicher und vor allem härter” werden.

Die zwei Mal 1200 Kilometer lange Gasleitung Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland ist fast fertig gebaut. Die USA und mehrere EU-Staaten - darunter Litauen - sind gegen die Pipeline. Deutschland hält aber daran fest.

Erst am Freitag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem deutsch-ukrainischen Wirtschaftsforum erklärt, dass sie eine Energiepartnerschaft mit der Ukraine erweitern wolle. Sie verwies dabei auch auf die Bedeutung der Ukraine als Gastransitland. Deutschland hatte sich im Zusammenhang im dem Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 dafür eingesetzt, dass die Ukraine weiter eine wichtige Rolle beim Gastransit spielt.

© dpa-infocom, dpa:210322-99-918819/2

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dpa
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