London/Warschau

Lkw-Staus in England: Armee verstärkt Einsatz

Stau       -  Geparkte Lastwagen in Ashford auf der Autobahn M20.
Foto: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa | Geparkte Lastwagen in Ashford auf der Autobahn M20.

Die britische Regierung hat ihre Bemühungen verstärkt, den wegen neuer Corona-Auflagen entstandenen riesigen Lkw-Stau in der Grafschaft Kent möglichst rasch aufzulösen.

Zu den bereits 300 Soldaten, die im Einsatz seien, um die Fahrer schnellstmöglich auf das Coronavirus zu testen, seien nun 800 weitere hinzugekommen, teilte das Verteidigungsministerium in London am Freitag mit. Auch Polen schickte Helfer und Coronatests, um die Wartezeit für die Fahrer zu verkürzen. Trotzdem wird erwartet, dass es noch Tage dauert, bis sich der Rückstau auflöst.

Wie der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Freitag mitteilte, wurden bis zum Nachmittag 10.000 Tests durchgeführt. Mehr als 4500 Lastwagen hätten bereits die Reise zum Kontinent angetreten, so Shapps.

Mehr als 5000 Lkw hingen PA zufolge weiterhin auf dem stillgelegten Flugplatz Manston und einem abgesperrten Teil der Autobahn M20 fest. Viele der Fahrer hatten sich beschwert, dass ihnen Wasser und Lebensmittel ausgingen. Auch Toiletten gibt es für viele nicht.

Laut dem deutschen Botschafter in London, Andreas Michaelis, stecken auch noch einige deutsche Fahrer in dem Chaos fest, mit denen er im Kontakt stand. Andere hätten die Heimreise bereits angetreten. „Das ist ein schwieriges Weihnachten”, schrieb er auf Twitter.

Polen schickte ein 60-köpfiges medizinisches Team der Armee Richtung Dover, die beim Test der polnischen Lastwagenfahrer helfen sollten. Eine erste Delegation von Ärzten und Krankenschwestern aus Polen hätten bis Freitagmorgen bereits 1260 Lkw-Fahrer getestet, teilte Michal Dworczyk, Chef der Regierungskanzlei, per Twitter mit.

Außerdem habe das Land 15.000 Corona-Tests zur Verfügung gestellt. Soldaten der polnischen Armee verteilten zudem Lebensmittel. Nach Angaben der Regierung in Warschau steckten bis Freitag mehrere Tausend polnische Fahrer in England fest. „Wir sind fest entschlossen, dass alle polnischen Lkw-Fahrer nach Hause kommen sollen”, so Dworczyk.

© dpa-infocom, dpa:201225-99-809246/7

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