Helsinki

Antti Rinne: Nach sechs Monaten ist schon wieder Schluss

Regierungskrise in Finnland
Antti Rinne, Ministerpräsident von Finnland und derzeitiger EU-Ratsvorsitzender. Foto: Michael Kappeler/dpa

Rinnes Sozialdemokraten waren bei der Wahl im April 2019 stärkste Kraft geworden und hatten daraufhin die Regierungsmacht in Helsinki zurückerobert. Rinne gilt als nicht sonderlich charismatisch und hatte zudem länger mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Viele junge Wähler halten ihn für ein Sinnbild der alten politischen Garde in Finnland. Ganz anders sehen ihn seine Anhänger: Für sie ist er ein solider Anführer mit Gewerkschaftserfahrung und einem starken Sinn für Fairness.

Seit Mai 2014 ist Rinne Vorsitzender der Sozialdemokraten. Damals hatte er eine Abstimmung um den Parteivorsitz gegen die Amtsinhaberin Jutta Urpilainen gewonnen. Daraufhin wurde Rinne für ein Jahr auch finnischer Finanzminister. In die Positionen brachte er die Erfahrung aus der Führung verschiedener Gewerkschaften mit.

Rinne gehört dem linken Parteiflügel an. Er hat sich mit Kritik an den Sparprogrammen der Mitte-Rechts-Regierung seines Vorgängers Juha Sipilä profiliert. In Rinnes Regierungszeit fiel unter anderem Finnlands EU-Ratspräsidentschaft, die noch bis Ende des Jahres läuft. Außerdem bemühte sich Rinnes Regierung bislang um stärkere Maßnahmen für den Klimaschutz.

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  • dpa
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