Die Trostlosigkeit von Stuttgart 21

Eröffnung der Baugrube: Im Jahr achtzehn nach Planungsbeginn fehlt es dem Tiefbahnhofsprojekt an so ziemlich allem, was ein von Bürgern mit Freude und Lust erwartetes Bauwerk bräuchte – Finanzierbarkeit, technischer Zuverlässigkeit, Vertrauen in den Bauherrn.
Projekt zwischen viel Pathos und noch mehr Pannen: Blick auf die Großbaustelle von Stuttgart 21 am Hauptbahnhof der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Foto: Foto: Sebastian Kahnert, dpa
An feierlichen Momenten gebrach es diesem Projekt nie. Auch nicht an Pathos. Und an offiziellen Terminen, die sich ihren Weg ins Geschichtsbuch bahnen sollten. Die Berichterstatter, die die Anfänge von Stuttgart 21 erlebt haben, berichten den Nachgeborenen von jenen Ereignissen wie der Opa vom Krieg: Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU) verkündete den Coup im Jahr 1994 vor dem etwas abgewetzten Gobelin im Landtag von Baden-Württemberg. An seiner Seite: Bahn-Chef Heinz Dürr. Fünf Jahre später legte er dem hadernden Bahn-Chef Johannes Ludewig Geld aus der Landeskasse als Zuckerl hin.
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