Die sanfte Medizin

Klosterheilkunde: Eine Handvoll Würzburger erforscht unter Leitung von Johannes Gottfried Mayer das Wissen des Mittelalters
Ringelblume: Hildegard von Bingen hat die „Ringula“ für die Medizin und zwei Anwendungsgebiete entdeckt: bei inneren Vergiftungen sowie schuppiger, grindiger Haut. Heute werden die Blüten in der Kosmetik und Dermatologie verwendet.
Nicht die Zubereitung von Tees, Tinkturen oder Salben gehört zu den Hauptaufgaben der Forschergruppe Klostermedizin, es ist die Theorie. „Wir arbeiten mit alten Texten und versuchen herauszufiltrieren, was sinnvoll sein könnte“, sagt Dr. Johannes Gottfried Mayer. Der Leiter der 1999 gegründeten Forschergruppe, die zum Institut für Geschichte der Medizin an der Uni Würzburg gehört, sucht in mittelalterlichen Handschriften und frühen Buchdrucken auch nach verloren gegangenem Wissen.
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