Die verlorenen Kinder

Andreas Laake will 1984 mit seiner Frau aus der DDR fliehen. Der Versuch scheitert. Der Leipziger wird inhaftiert und sein Kind zur Adoption freigegeben.
Andreas Laake mit seinem Sohn Marko beim ersten Treffen
Das erste Treffen von Vater und Sohn: Andreas Laake und Marko in Leipzig. Foto: Repro: Dorina Pascher, Sammlung
Das Telefon klingelt. Andreas Laake, seine Frau Antje und ihre Kinder sitzen auf dem Sofa und schauen fern. „Hallo“, fragt der Familienvater in den Hörer. Keine Antwort. Laake will auflegen. Dann überkommt ihn ein Kribbeln. „Marko, bist du es?“ Kurze Stille. „Ja.“ „Mein Marko?“, fragt der 58-Jährige ungläubig. „Ja.“ Fast drei Jahrzehnte musste Andreas Laake warten, um diese Stimme zu hören. Es ist die Stimme seines Sohnes: das Kind, das die DDR ihm weggenommen hat.
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